Open Access
Definition / Beschreibung des Themas
Unter Open Access verstehen wir den kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet. Hierbei geht es darum, öffentlich finanzierte Forschung allen interessierten Lesern zugänglich zu machen und damit eine möglichst weitreichende Verbreitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu garantieren. Open Access setzt hierbei auf die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit gesicherter Qualität, deren Artikel kostenfrei im Internet abrufbar sind.
Strittige Punkte
Open Access Initiativen stehen in der Regel vor zwei Herausforderungen. Es gilt für Open Access Publikationen nachhaltige Finanzierungsformen zu entwickeln. Einige Modelle basieren darauf, dass Autoren für die Veröffentlichung ihrer Artikel bezahlen andere Modelle basieren auf der Förderung durch Forschungsfonds.
Politische Bedeutung
Wissenschaftlicher Austausch über Forschungsprojekte findet hauptsächlich in Form von durch Peer-Review ausgewählten Artikeln in wissenschaftlichen Fachzeitschriften statt. Der Zugang zu diesen Fachzeitschriften ist also für Forscher und Studenten grundlegend wichtig, um am wissenschaftlichen Diskurs teilnehmen zu können. Zugang zu Fachzeitschriften entscheidet also auch über die Qualität des Wissenschaftsstandort Deutschland.
Position des AK Netzpolitik
Wir setzen uns für eine Unterstützung des Open Access Prinzips im Sinne der „Budapester Open Access Initiative“ und der „Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities“ in Deutschland ein. Die bedeutet für uns die Förderung des Open Access Prinzips in deutschen Forschungsförderungsfonds und der deutschen Universitätslandschaft durch die gemeinsame Entwicklung einer nachhaltigen Open Access Strategie und die Verankerung eines verbindlichen Zweitveröffentlichungsrechts in den Förderrichtlinien für Autoren wissenschaftlicher Beiträge im Internet.
Ausblick in die Zukunft
Open Access, also der freie Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet, ist ein wesentliches Element in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft. Es gilt, ein editorisch hochqualitatives, wirtschaftlich nachhaltiges und offen zugängliches System für die Kommunikation zwischen internationalen Wissenschaftlern zu schaffen. Hier gilt es für die Politik, Initiativen in Wissenschaft und Gesellschaft mit diesen Zielen zu unterstützen.


